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Vom 31.7. bis 7.8. findet die diesjährige Speedskating Europameisterschaft in der Teltow-Fläming Region um Jüterbog statt. Diese ist unterteilt in die Bahnmeisterschaft direkt in Jüterbog mit den Wettkämpfen vom 1.8. bis 3. August. Danach folgt in der Nähe auf der Kartbahn Altes Lager die Straßen EM (5./6.8.) und als Abschluss am 7.8. in der Innenstadt von Ludwigsfelde der EM Marathon. Eine Europameisterschaft in eigenem Lande hat eine besondere Bedeutung. Einmal sollten durch sie auch die deutschen Sportler zu besonderen Leistungen motiviert werden, durch ein vertrautes Environment wie die Wettkampfstätten wie auch durch den besonderen Ansporn durch heimisches Publikum. Und so ist zu hoffen, dass die positiv gestimmte deutsche Fan-Gemeinde hier auch zu Erfolgen beflügelt. Europameisterschaften in Deutschland waren dünn gesät. Die erste, noch in der Vorläufersportart des Speedskating dem Rollschnellauf, war 1967 in Inzell. Dann nach über 20 Jahren Pause fand die letzte EM der Aktiven 1990 wieder in Inzell statt. Die Sportart hatte Mitte der 80-ger Jahre in Deutschland wieder einen Leistungsanstieg zu verzeichnen und so konnte Deutschland mit seinen damaligen Spitzensportlerinnen Barbara Fischer und Anne Titze Europameistertitel erzielen. Ein Problem für einen finanzschwachen Verband sind die Organisationskosten und Gebühren solcher Meisterschaften. Diese Gründe sind zum Teil dafür verantwortlich, warum es nun wieder 15 Jahre bis zu dieser EM gedauert hat. Zwischenzeitlich fand lediglich eine Bahn-Junioreneuropameisterschaft in Deutschland statt, die 1999 von Gera ausgerichtet wurde. Unter diesen Aspekten ist die Wahl von Jüterbog für die Austragung der EM ein optimaler Griff. Hier steht eine inzwischen aufgebaute gute Infrastruktur zur Verfügung und mit Fläming-Skate ein rühriger Organisator. Deutschland ist vertreten durch Matthias Schwierz (Creative-Rollerblade/ Tuttlingen), Nico Wieduwilt (Creative-Rollerblade/ Gera), David Hensel (Gera), Daniel Zschätzsch, Robert Hirsch, Pascal Ramali (Creative-Rollerblade/ Groß-Gerau), Toni Deubner (Arnstadt-Eisenach) und Martin Matyk (Darmstadt). Nur für den Marathon sind nominiert Christian Domscheit (Gettorf) und Clemens Rubick (Gera). Falls der verletzte Nico Wieduwilt nicht antreten kann, wird für ihn beim Marathon Markus Pape (Ravensberg) antreten. Bei den Damen starten Jana Gegner (Berlin), Tina Strüver (Halle), Michaela Neuling, Sandra Wieduwilt und Dennise Kessler (alle Gera). Hinzu kommen zum Marathon Franziska Neuling (Gera), Nina Spilger (Groß-Gerau), Jenny Berndt(Freiburg), Anette Frick (Ötlingen), Michaela Heinz-Gerten (Nürnberg), Sabrina Rossow(Oberkochen) und Friederike Gehring (Leverkusen). Neben Deutschland sind noch 16 Nationen am Start mit Belgien (6 Läufer), Dänemark (10), Frankreich (9), Estland (1), Finnland (4), Großbritannien (1), Italien (24), Liechtenstein (3), Niederlande (19), Österreich (13), Polen (5), Portugal (3), Slowenien (4), Spanien (11), Schweden(4) und Schweiz (14). In den sechs Rennen auf der Bahn bzw. den vier Straßenrennen dürfen von einer Nation jeweils maximal nur drei Läufer starten. Lediglich der marathon erlaubt 12 Läufer einer Nation. Es wird sich zeigen müssen wer sich gegen die leistungsstarken Italiener und Franzosen, die zur Zeit Europas Spitze darstellen, durchsetzen kann. |